Studie über tibetische Nomaden in Yushu





Andreas Gruschke

Nomadische Ressourcennutzung und
Existenzsicherung im Umbruch

Die osttibetische Region Yushu (Qinghai, VR China)

Band 15 der Reihe Nomaden und Sesshafte

ISBN 978-3-89500-643-2

Reichert Verlag, Wiesbaden 2012

Gebunden. 504 Seiten, 240 x 170 mm,
24 s/w Abb., 19 Karten, 73 s/w Tabellen

88,00 €



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English abstract / Kurzbeschreibung

On the basis of a précis of available knowledge on traditional nomadic ways of life and livelihoods on the Tibetan Plateau this book presents an analysis of current conditions of livelihood security in pastoralist areas. The example of the remote Eastern Tibetan region of Yushu illustrates how nomadic societies in times of transition use the resources at their disposal for securing their livelihood. This predominantly rural district is an ecologically vulnerable and economically marginal highland region within China’s present-day Qinghai Province. In case studies that were surveyed with qualitative and quantitative methods, the basis for local livelihoods of pastoralist and agro-pastoralist households was assessed. In this context the extraordinary role of caterpillar fungus is elucidated – a resource that is virtually unknown in the Western World but which is of vital importance for Tibetan nomads in the plateau’s Eastern half. The study at hand discusses in which way resource-oriented operation schemes and exogenous factors interact, thus defining the extent of livelihood security, vulnerability and resilience of pastoral households, local groups and the super-ordinate society in this part of the Tibetan Plateau.



[Book text in German language]



Das vorliegende Buch fasst das vorhandene Wissen über die nomadische Lebensweise im tibetischen Hochland zusammen und verknüpft dieses mit einer entwicklungstheoretisch angeleiteten Analyse der heutigen Bedingungen nomadischer Existenzsicherung. Ausgehend von der osttibetischen Region Yushu in Qinghai (China) beschäftigt es sich mit der Frage, wie nomadische Gesellschaften in Zeiten des Umbruchs die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Existenzsicherung nutzen. In einer lange Zeit als besonders abgelegen geltenden, ökologisch problematischen und ökonomisch randständigen Hochlandregion werden in qualitativ und quantitativ bewerteten Fallstudien die Lebensgrundlagen nomadischer und seminomadischer Haushalte untersucht. Dabei wird die einzigartige Rolle des Raupenpilzes, einer im Westen häufig unbekannten, in tibetischen Nomadengebieten jedoch enorm wichtigen Ressource, deutlich gemacht. Das Buch erörtert, in welcher Weise ressourcenbezogene Handlungsmuster und exogene Faktoren zusammenwirken, um das Ausmaß von Absicherung, Verwundbarkeit und Resilienz von Haushalten, Gruppen und der übergeordneten Gesellschaft zu bestimmen.




Autoreninfo



Studium der Geographie, Ethnologie und Sinologie in Freiburg i.Br. und an der Universität für Sprache und Kultur in Peking. 1990 Magister Artium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und 2009 Promotion an der Universität Leipzig. Von 2004 bis 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich „Differenz und Integration: Wechselwirkungen zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt“ an der Universität Leipzig. Studien-, Arbeits- und Forschungsaufenthalte in China, Korea, im Hochland von Tibet, Himalaja-Raum sowie in Zentralasien. Forschungsschwerpunkte: Historische Geographie, Geographische Entwicklungsforschung, Fragen der Akkulturation und Integration, Pastoralismus und Migration, Zentral- und Hochasien. Seit November 2012 Gastprofessur am Institute of Social Development & Western China Development Studies der Sichuan-Universität in Chengdu, China.




About the author



Andreas Gruschke studied geography, social anthropology and sinology in Freiburg, Germany, and in Beijing, China. He obtained an M.A. degree at Freiburg University in 1990; he earned his doctoral degree at Leipzig University, Germany, in 2009. His research focus is on historical geography, development studies, problems of acculturation and social integration, pastoralism and migration, notably on the Tibetan Plateau and in China. He has frequently stayed in East Asia, Tibet and Central Asia for studies, work and research since the mid-1980s. From 2004 to 2012 he worked as a research fellow at the collaborative research centre “Difference and Integration: Interaction between Nomadic and Settled Forms of Life in the Civilisations of the Old World” at Leipzig University. He has been an affiliate guest professor at the Institute of Social Development & Western China Development Studies of Sichuan University in Chengdu, China, since November 2012.






Beschreibung

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Kenntnisse über Tibets Nomaden rudimentär und die Vorstellung von ihnen dennoch mit Images überfrachtet. Ihre heutige Situation wirkt ausgesprochen widersprüchlich. Nach 1980 hat die mobile Weidewirtschaft offenbar zu einer Re-Nomadisierung geführt, die durch den Marktliberalismus bedroht wird. Die Darstellung tibetischer „Nomadenkultur“ zeigt eine Vielfalt mit zwar massiven Disparitäten, doch nicht das „Ende des Nomadismus“ auf. Aber selbst in den dünn besiedelten Weidegebieten des Hochlands leben immer mehr Menschen und erleben es als zunehmend schwierig, dort ihr Auskommen zu finden. Nicht nur die lokal herrschenden Bedingungen verändern sich, auch von außen lösen weltwirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Verflechtungen verschiedenste Transformationsprozesse aus. Mit der Integration in den chinesischen Staatsverband und in die Netzwerke der Globalisierung haben sich die Rahmenbedingungen für das Wirtschaften in den Weidegebieten Tibets verändert. Zur Erfassung der Lebenswirklichkeit der Hirtenbevölkerung ist die detaillierte Auseinandersetzung mit ihrer Ressourcensituation die Grundlage dafür, die Folgen der Umbrüche zu verstehen und zu erklären.

Das vorliegende Buch verbindet vorhandenes Wissen über die nomadische Lebensweise im tibetischen Hochland mit einer entwicklungstheoretisch angeleiteten Analyse der heutigen Bedingungen nomadischer Existenzsicherung. Ausgehend von der osttibetischen Region Yushu beschäftigt sich die Untersuchung mit der Frage, wie nomadische Gesellschaften in Zeiten des Umbruchs die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Sicherung ihrer Lebenshaltung und Lebensweise nutzen. Hirten und Agropastoralisten erschließen sich neue Betätigungsfelder, unter denen eines der wichtigsten das Sammeln und Verkaufen von Raupenpilz ist. Dies stellt eine weltweit einzigartige ökonomische Nische dar, deren rasante Entwicklung durch die engeren Land-Stadt-Verflechtungen und die verstärkte Integration in das nationale Wirtschaftsgefüge Chinas bedingt ist. Die Bedeutung dieses Nischenproduktes für die Existenzsicherung tibetischer Nomaden stellt vielerorts die Relevanz der klassischen Viehweidewirtschaft für die gegenwärtigen Haushaltsökonomien in Frage.

Mit dem Bezirk Yushu wurden in der vorliegenden Arbeit in qualitativ und quantitativ bewerteten Fallstudien die Lebensgrundlagen nomadischer und seminomadischer Haushalte in einer lange Zeit als besonders abgelegen geltenden, ökologisch problematischen und ökonomisch randständigen Region im Osten des tibetischen Hochlandes untersucht. Das Buch erörtert, in welcher Weise ressourcenbezogene Handlungsmuster und exogene Faktoren zusammenwirken, um das Ausmaß von Absicherung, Verwundbarkeit und Resilienz von Haushalten, Gruppen und der übergeordneten Gesellschaft zu bestimmen.





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Rezensionen / Book reviews



(…) Eine Vernachlässigung der Tiere, der Rückgang der Selbstversorgung und eine stärkere Abhängigkeit von der Geldwirtschaft, Auseinandersetzungen über den Zugang zu den Fundgebieten, sind die eine Seite, neuer Reichtum und der Zugang zu früher unerreichbaren Konsumartikeln und die Teilhabe an einem moderneren Leben sind die andere Seite. Über allem steht die Frage: Der Raupenpilz: Fluch oder Segen, Chance oder Risiko? Diese Frage kann auch Andreas Gruschke letztlich nicht beantworten; seine Untersuchung über die Nutzung vorhandener Ressourcen in einer Zeit des Umbruchs aber ist eine hochprofessionelle, ernsthafte Untersuchung zum Überleben einer traditionellen nomadischen Gesellschaft in modernen Zeiten - das etwas andere Tibetbuch.“

Lesen sie die gesamte Rezension hier .


The ambitious doctoral dissertation of Andreas Gruschke aims at ‘expanding and deepening the knowledge about nomadic life in Tibet’ (p. 13) and focuses on the interrelationship between human-environmental resource systems and the adaptive strategies of human actors within a changing historic-political setting and a transforming socio-economic framework. (…)“

Read the entire review here (scroll to near the middle part of that webpage).


In late 2012, Andreas Gruschke published a densely packed, 450 page book based on his PhD dissertation, on the transformation of nomad livelihoods in Yushu [Yul shul] Tibetan Autonomous Prefecture (TAP). (…) The background information, rich data, dozens of detailed interviews with former and current nomads, and the findings in this publication are the result of eight years of study, including a total of sixteen months of fieldwork by Gruschke in Tibetan areas of Qinghai Province and neighboring Tibetan areas. This book contains case studies that have never been previously presented, and introduces the se highland communities' current situation in a clear, detailed, and discriminating light that is rich in data. (...) In sum, Gruschke demonstrates that drokpas cope successfully with continuous change and have diversified their livelihood strategies as a response to a multitude of external and internal pressures.

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  • Fred Scholz in Geographische Rundschau (im Druck)

von Prof. Fred Scholz (Emeritus, Freie Universität Berlin)









Inhaltsverzeichnis

Table of contents in English:
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Vorwort ............................................................................................................................................................................... 9

Anmerkungen ....................................................................................................................................................................11

1. Einleitung ...................................................................................................................................................................... 13



2. Theoretische Konzeption ............................................................................................................................................ 21

2.1 Probleme nomadischer Existenzsicherung im Licht der geographischen Entwick-
lungsforschung ................................................................................................................................................................. 21

2.2 Die sozialgeographische Perspektive auf lokale Livelihood-Systeme: vom Konzept
der Verwundbarkeit zum Sustainable-Livelihood-Ansatz ............................................................................................ 25

2.3. Ressourcenportfolio und Mobilität als sozioökonomische Analysekonzepte................................................ 31

2.3.1 Ressourcenkonzepte .............................................................................................................................................. 31

2.3.2 Mobilität als Analysekonzept ...............................................................................................................................35

2.3.3 Ressourcenportfolios, Mobilität und Existenzsicherungssysteme ................................................................ 40

2.4 Resilienzkonzepte: Bewältigung, Abmilderung, Anpassung ........................................................................... 43

2.5 Analyserahmen: Die Wechselbeziehung von Ressourcenverfügung, Mobilität
und Existenzsicherung .................................................................................................................................................. 46



3. Nomadische Gesellschaften im Hochland von Tibet ........................................................................................... 51

3.1 Forschungsstand und Datenlage ........................................................................................................................... 51

3.1.1 Nomadismus, Existenzsicherung und Ressourcen ......................................................................................... 51

3.1.2 Nomadische Lebens- und Wirtschaftsweise im Hochland von Tibet .......................................................... 52

3.1.3 Zur Verfügung stehende offizielle Quellen und deren Einschätzung ........................................................ 54

3.2 Einführung in das tibetische Hochland ............................................................................................................... 58

3.2.1 Naturräumliche, kulturräumliche und administrative Verfassung ............................................................ 58

3.2.2 Physisch-geographische Charakteristika Yushus und des Quellgebiets der
„Drei Großen Ströme“ .................................................................................................................................................. 62

3.2.3 Klima, Witterung und Klimawandel ............................................................................................................... 64

3.2.4 Natürliche Ressourcen und wirtschaftliche Potentiale ................................................................................. 70

3.2.5 Bedrohungen durch Naturereignisse und ökologische Risiken ................................................................. 78

3.3 Genealogie der Sozial- und Herrschaftsstruktur .............................................................................................. 81

3.3.1 Entwicklung der gesellschaftlichen und herrschaftlichen Organisation …............................................... 82

3.3.2 Gesellschaftliche und politische Verfassung nach 1949 ............................................................................... 89

3.3.3 Infrastruktur und Außenverflechtungen ........................................................................................................ 92

3.4 Nomaden in der tibetischen Gesellschaft .......................................................................................................... 99

3.4.1 Der Begriff „Nomade“ ....................................................................................................................................... 99

3.4.2 Historisches Gefüge von Nomaden und Sesshaften ................................................................................... 101

3.4.3 Weidewirtschaftsformen und Herdenmanagement ................................................................................... 105

3.4.4 Entwicklungsprozesse seit der Machtübernahme der KP Chinas ........................................................... 107

3.5 Demographische und sozioökonomische Strukturen der Nomadenregion
Yushu .......................................................................................................................................................................... 113

3.5.1 Überblick ........................................................................................................................................................... 113

3.5.2 Bevölkerungsentwicklung und -verteilung ................................................................................................ 114

3.5.3 Gegenwärtige Bevölkerungsstrukturen ...................................................................................................... 115

3.5.4 Bevölkerungsbewegungen .......................................................................................... ..................................125

3.5.5 Erklärungsreichweite sozioökonomischer und volkswirtschaftlicher Daten ........................................ 127

3.5.6 Landwirtschaftliche Bevölkerung und nomadische Wirtschaftsweise ................................................... 129

3.6 Pastorale Ressourcen im lokalen und überregionalen Kontext .................................................................. 133

3.6.1 Vieh und Weide als allokative Basis der Subsistenzökonomie ............................................................... 133

3.6.2 Bedeutungswandel von Vieh und Weide als beschränkten Ressourcen ............................................... 138

3.6.3 Die neue Rolle einer alten Ressource: Der Raupenpilz ............................................................................ 145

3.6.4 Ressourcenportfolios und die Art ihrer Diversifizierung .............................…....................................... 152

3.7 Fazit und Regionalisierung des Untersuchungsgebietes Yushu ........................... ................................... 154



4. Ressourcen und nomadische Existenzsicherung: Fallstudien ..................................................................... 159

4.1 Methodische Vorgehensweise und Probleme der Forschungspraxis ................... ................................... 159

4.1.1 Logistische Herausforderungen des Feldzugangs ................................................................................... 159

4.1.2 Ablauf der empirischen Arbeit ................................................................................. .................................. 161

4.1.3 Praktische Probleme der methodischen Arbeit......................................................................................... 165

4.1.4 Auswahl der Fallstudien und Reichweite der Repräsentation .......................... .................................. 166

4.1.5 Auswertungsmethoden und Umgang mit Daten unklarer Qualität ...........…..................................... 172

4.1.6 Operationalisierung des angewandten Ressourcenkonzeptes ............................................................. 174

4.1.7 Funktionsweise der Fallstudien-Kapitel .................................................................................................. 179

4.2 Fallstudien in „klassischem Nomadenland“: Zadoi ................................................................................. 180

4.2.1 Gyiza – Nomaden in der kleinstädtischen Peripherie ....................................... ................................... 181

4.2.1.1 Lage, Dorfgenese und jüngste Entwicklung .................................................... .................................... 181

4.2.1.2 Lhakpa: Ein wechselhaftes Leben als Nomade ..................................…............................................. 184

4.2.1.3 Dongyag: Neuanfang nach der Schneekatastrophe ............................................................................. 187

4.2.1.4 Ortsgebundene Ressourcen und sozial eingebettete Handlungsmuster ... .................................... 189

4.2.1.5 Sozioökonomische Querschnittsanalyse der Haushalte in Gyiza …........... .................................... 191

4.2.1.6 Lokale Handlungsstrategien und ihr Ressourcenbezug ................................................................... 202

4.2.1.7 Fazit: Die gewandelte Bedeutung klassischer nomadischer Ressourcen
und die „Erosion“ der mobilen Weidewirtschaft ........................................................................................... 206

4.2.2 Surug – Im Brennpunkt neuer Ressourcenkonflikte ............................................................................ 209

4.2.2.1 Überblick über die allgemeinen Verhältnisse .................................................................................... 209

4.2.2.2 Die Brücke am Ji Qu: Zuspitzung eines Ressourcenkonfliktes ...................................................... 211

4.2.2.3 Drawo: Ein Leben bestimmt von Armut, Arbeit und Krankheit …................................................ 216

4.2.2.4 Viel Raupenpilz und wenig Tiere – Die wirtschaftliche Situation von
sechs Beispielhaushalten in Surug ................................................................................................................... 219

4.2.2.5 Nachrichtenbörse im Dorfl aden: Annäherungen an die Weideproblematik ............................... 224

4.2.2.6 Fazit: Der Raupenpilz in Surug - Fluch oder Segen, Chance oder Risiko?.................................... 228

4.2.3 Zadam und Madoi – Weidewirtschaft in der Peripherie ................................................................... 230

4.2.3.1 Schwierige Anreise: Probleme der Infrastruktur .............................................................................. 231

4.2.3.2 Rinchen Dargye: Vom Nomaden zum Wildhüter ............................................................................ 233

4.2.3.3 Sozioökonomische Skizze einer abgeschiedenen Nomadengemeinde: Zadam ......................... 235

4.2.3.4 Tsering Gyal: Besitzer großer Herden in schwieriger Umwelt ...................................................... 240

4.2.3.5 Vergleichbar und doch verschieden: Madoi in Qumarlêb ............................................................. 241

4.2.3.6 Fazit: Verflechtungszusammenhänge nomadischer Haushalte in derPeripherie ...................... 246

4.3 Fallstudien in der agrarischen Peripherie: Nangqên ............................................................................ 250

4.3.1 Yarcer – Die doppelte Verwundbarkeit der Agropastoralisten ....................................................... 251

4.3.1.1 Ngawang Dradul erzählt: Wie er und sein Dorf sesshaft wurden …........................................... 251

4.3.1.2 Yarcer: Lage und grundlegende Strukturen .................................................................................... 252

4.3.1.3 Auskommen mit wenig Einkommen: Was stratifiziert die
Dorfgesellschaft? .............................................................................................................................................. 258

4.3.1.4 Fazit: Einkommen ohne Auskommen? Geringer Spielraum für die
Milderung von Verwundbarkeit ................................................................................................................... 261

4.3.2 Xangda – Dauermigration in die Stadt ................................................................................................ 264

4.3.2.1 Tsewang Rinchen: Arbeit auf dem Bau ............................................................................................ 264

4.3.2.2 Küntsog: In Bildung investieren ....................................................................................................... 265

4.3.2.3 Migranten aus Yarcer: Der gesellschaftliche Kontext .................................................................... 266

4.3.2.4 Was sind die wichtigsten Ressourcen? Die demographische und
sozioökonomische Struktur der Haushalte ................................................................................................ 270

4.3.2.5 Einkommenshöhe, Ressourcenverfügung und Portfolios ........................................................... 275

4.3.2.6 Fazit: Verwundbarkeit und Resilienz: Lokale Handlungsstrategien ......................................... 279

4.3.3 Zhêca – Weidewirtschaft und Salzgewinnung .................................................................................. 283

4.3.3.1 Karma Yeshi: Nomadenarzt und Apotheker .................................................................................. 283

4.3.3.2 Pu Tashi, der Dorfparteisekretär ..................................................................................................... 283

4.3.3.3 Lage und grundlegende Verhältnisse des Dorfes ........................................................................ 285

4.3.3.4 Ein vorherrschendes Einkommensportfolio ................................................................................. 287

4.3.3.5 Migration aus Zhêca ................................................................................…..................................... 291

4.3.3.6 Fazit: Die Dorfgemeinschaft als Referenzgröße für die Resilienz der Haushalte ................... 293

4.4 Fallstudien im periurbanen Kontext: Yushu ....................................................................................... 294

4.4.1 Shang Baitang – Nomaden im periurbanen Raum .......................................................................... 295

4.4.1.1 Jamyang Wangmo und Tse Lhamo ................................................................................................. 295

4.4.1.2 Lage, Dorfgenese und jüngste Entwicklungen ............................................................................. 297

4.4.1.3 Die klassische Perspektive: Tierhaltung als Grundlage der Existenzsicherung ..................... 300

4.4.1.4 Die monetäre Perspektive: Geld und die Sicherung des Lebensunterhalts ............................ 304

4.4.1.5 Die demographische Perspektive: Arbeitskräfte und Haushaltsstruktur …........................... 308

4.4.1.6 Frauengeführte Haushalte in Shang Baitang: Soziale Gleichstellung
oder erhöhte Verwundbarkeit? .................................................................................................................. 312

4.4.1.7 Fazit: Verwundbarkeit und Resilienz nomadischer Existenzen im
Umfeld der Stadt .......................................................................................................................................... 315

4.4.2 Jiajilu Yimincun – staatlich gelenkte Umsiedlung vom Land in die Stadt
….............................................................................................................................................................318

4.4.2.1 Tsering Topgyal: Auf Versprechungen vertraut ........................................................................ 318

4.4.2.2 Dawa Dorje: Leben von der staatlichen Unterstützung ............................................................ 320

4.4.2.3 Samgyal und Sonam Dölma: Tagelöhnerei und Raupenpilzsuche …................................... 322

4.4.2.4 Kunga Sonam, der Hundezüchter ............................................................................................... 323

4.4.2.5 Das Umsiedlerdorf Jiajilu im Rahmen staatlicher Programme ............................................... 325

4.4.2.6 Existenzsicherung der Umsiedler und ihre Ressourcenportfolios ….................................... 331

4.4.2.7 Existenzsicherungsstrategien, Potentiale der inkorporierten
Ressourcen und die Verwundbarkeit der Umsiedler .......................................................................... 336

4.5 Die „urbane Alternative“ nomadischer Existenzsicherung: Gyêgu ............................................. 338

4.5.1 Püntsog Nyima: Ruhestand in der Stadt ....................................................................................... 339

4.5.2 Dawa Tsering: Angestellter eines großen Hotels ......................................................................... 341

4.5.3 Sonam Gelek: Vom Nomaden zum „Self-made Businessman“ ................................................. 343

4.5.4 Matsa Sonam Topgyal: der erfolgreiche Architekt ....................................................................... 345

4.5.5 Vom Nomadendorf zur Handelsstadt: Stadtentwicklung im nomadischen Kontext ............. 346

4.5.6 Einsatz von Arbeitskraft: Wer beschäftigt Nomaden in der Stadt? ............................................ 351

4.5.7 Urbanes Handeln: Händler in Gyêgu ............................................................................................. 355

4.5.8 Chancen der Anpassung an ein Leben in der Stadt ...................................................................... 358



5. Die Fallstudien nomadischer Haushalte im Vergleich ..................................................................... 361

5.1 Einordnung der Stichprobenziehung in die Grundgesamtheit ..................................................... 361

5.2 Tierhaltung und Raupenpilz: Bedeutungsverlust, Bedeutungsgewinn ...................................... 364

5.3 Mobilitätsmuster und Haushaltsstrukturen im Wandel ................................................................ 369

5.4 Die spezifische Bedeutung der Ressourcenformen und -portfolios ............................................. 371

5.5 Gesamtbeurteilung der Verwundbarkeit nomadischer Haushalte in Yushu ............................. 375

5.6 Aspekte systemischer Resilienz ......................................................................................................... 380



6. Fazit und Ausblick .................................................................................................................................. 385



Bibliographie ............................................................................................................................................... 399

Verzeichnisse ............................................................................................................................................... 433

Umschrifttabelle .......................................................................................................................................... 439

Glossar .......................................................................................................................................................... 443








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