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DR  HEGAU -

 wonderbare Vulkanlandschafd 
in Südbade 

 

von 
Andreas Gruschke

1991 erschiene im Rombach Verlag, Freiburg i. Br. 
Neiauflag gbland im Schillingr Verlag, Freiburg i. Br. 
ca. Herbsch 2002 
Wenn Sie an oim baldige Erschoin dr Neiauflag inderessierd sind, schreibet Sie uns nadürlich völlich unverbindlich: Kondakd mid dem Audor oder mid dem Verlag
 

«Dr Hegau» isch nedd nur oi abwechslungsreichr Bildband, sonderet au oi Geschichde- und- Geschichden- Buch, dr kurzweilich vo oir dr schönschde und doch wenich verdraude Landschafde im süddeidsche Bade berichded. Dabei kommd nedd nur d Landschafds- und Kuldurgeschichde z Word, sonderet s werde übr d wichdigschde und schönschde Orde am Fuss dr Hegauvulkane, in Wiese, Dörferet und Felderet sowie endlang dr verdräumde Flusslandschafde au solche Mythe, Legende und Anekdode zum Beschde gegäben, d mir andernords so gerne höre und z Hause immr mehr vergesse... 

 
 
 

INHALDSVRZOICHNES

DR  HEGAU -
wonderbare Vulkanlandschafd in Südbade 

 Oileidung..........7 

Hegau - Landschafd zwische Donau, Bodense und Rhoi..........8 

Nadurgeschichde..........12
Oberflächenforme..........12
Übersichd übr d wichdigschde Berg im Hegau..........14
Die frühet Siedlr und ihre Herre - Vom Jägr zum Raubriddr..........16 
Dr frühe Mensch im Hegau..........16
Die Alemanne - Ankunfd dr heidige Herre im 3. Jh. n.Chr...........17
Die Zeid dr Hegau-Riddr...........20
Dr Weg durch d Jahrhunderde...........24
Die Burge im Hegau ..........30 
Hohendwiel 
Schdaufen 
Hohenkrähen 
Mägdeberg 
Hohenschdoffeln 
Dr Burgschdall in Riedheim Hohenhewe ond Neihewen Wardenberg 
Hewenegg
Texdbeischbiele 
aus dem 
Hegau-Band:
Um des Baumaderial für d schdändich nodwendige Ausbesserungsarbeide herbeizschaffe, mußde jedr Fremd, dr zur Burg [ds Hohendwiel] nuffschdieg, oin mindeschdens 30 Pfund schwere Felsbrogge nuffdrage. Koi Wundr, daß si in dem vom Herzog oglegde erschde Gäschdebuch joommervolle Schbrüche finde, wie: 
"Oh wie dud mir dr Buggl weh, 
Mußd drage 67 Pfund in d Höh, 
hajo, so isch des!" 
Dr Lohn bliab allerdings nedd aus, noh dem durschdige Schdoischlebbr war s - oimol obe ogkomme - vergönnd, oin kräfdige Schlugg aus vom Herzogs „drei Schobbe umfassende silberne Humben" z nehme, so daß si im genannde Buch au folgendr Schbruch finde soll: 
"Ich hend gdrage 53 Pfund, 
De Bechr ausgesoffe auf den Grund." 
Wr mags ihm verdenke? 
Die Hegaustädde..........49 
Singe am Hohendwiel 
Schdoggach 
Schdadd Aach 
Enge, Tenge, Blumenfeld 
Doch wär' Enge nedd dabei 
Tengen 
Blumenfeld 
Radolfzell 
Querfeldoi durch Wäldr und Dörfr..........69 

Im Bannkreis vo Donau und Rhoi..........91 

Wie Vadr Rhoi dr Donau nachschdelld
Die andere Gewässr vom Hegau
Dr Pobbele vom Schdraßenbau - oder: Muß wirdschafdliche Endwigglung immr auf Koschde dr Umweld gehe?..........115 

Lideradurverzoichnes..........128

Oileidung

«Seldsam, daß oi dr gwaldigschde und zugleich liablichschde deidsche Landschafde (...) no fasch unbekannd isch, obwohl zum Pladze voll vo Urgeschichde, Geschichde und Gegenward: dr Hegau vor dem Bodense..» (1)
Auch heide no gild diese Feschdschdellung, d Ludwich Finkh vor nunmehr dreioihalb Jahrzehnde gdroffe hedd, und jedr, dr d Landschafd vom Hegaus kennd, wird übr diese Tadsache ähnlich verwunderd soi - gehörd doch »ds Herrgodds Kegelschbiel« (Finkh) nedd nur z den abwechslungsreichschde Gegende Deidschlands, sonderet isch zudem leichd z erreichet. Gerad darin, daß dr Hegau verkehrschdechnisch so gud erschlosse isch, schoid mir dr Grund z liege, daß r übr den südbadische Raum hinaus bei den Bürgeret unserr Rebublik so unbekannd gebliabe isch. Während Nadurwissenschafdlr nedd nur aus Deidschland, sonderet aus alle Teile Eurobas d erdgeschichdliche und hischdorische Bedeidung vom Hegaus werdschädze, wird derselb vom nadurliabende und no Erfüllung soir Freizeid schdrebende Durchschniddsbürgr meisch durchreisch, ohne selbsch wahrzunehme, wie d durchfahrene Landschafd überhaubd heißd. 
Oir dr wesendlichet Gründ hierfür dürfde in dr Tadsache liege, daß si dr Bodense in unmiddelbarr Nähe befinded. Ohne desse Schönheid in Abred schdelle z wolle, läßd si doch sage, daß d Berühmtheid vom Ses den landschafdlichet Zaubr dr alde Hegau-Vulkane mid ihre Burgruine z Unrechd in den Scheddde gschdelld hedd. Was den ansässige Tourischdikundernehme zum Nachdeil gereichd, weiß dr oiheimische Wanderr z schädzen: Während si nämlich im Sommr d Feriengäschde z Tausende und Aberdausende an den Uferet vom «Schwäbische Meeres», wie dr Se zweile kridisch benannd wird, dummeln, gehörd d Ruhe und Zurügggezogenheid im Hegau vielerords no z den Vorzüge dr Regio. Daß Sonn- und Feierdag, an dene si d Oiheimische gerne selbsch an «ihren» Nadurschönheide ergödze, davo meisch ausgenomme bleibe, verloggd uns, doch oimol undr dr Woche frei z nehme und d Burgruine im Hegau z beschdeige. 


Hegau - Landschafd zwischen 
                            Donau, Bodense und Rhoi
 
«Des Hegöw liegd im Schwabenland zwüschend dem Cellr odr Underse, dem Rhin und dr Donow, soll sechs mil wegs wid und breid sin. Also zirkleds und mischds Sebaschdian Münschdr us.»
(Johann Jakob Rüeger: Chronik dr Schdadd und Landschafd Schaffhause. 1606)
Dr Nam Hegau bezeichned sowohl oi nadurräumliche Oiheid als au oin hischdorische Gau, desse Ausdehnung si nedd mid dr Fläche dr gleichnamige Nadurlandschafd deggd. So wurd no in den sechzigr Jahre d Bezeichnung «Hegau» für den hischdorische Gau ver-wended, um ihn vo dr nadürlichet Oiheid mid dem heide unüblich gwordene Name «Hegäu» z underscheide. Die Herkunfd dr Bezeichnung Hegau isch zwar no immr nedd endgüldich klärd, doch gibd s vil Überoischdimmung bei dr Herleidung vom Word «Hewengau». Während dr aus dem althochdeidsche Begriff «gowi» bzw. «gawi» schdammend Gau bereids in dr erschde Hälfde vom erschde nachchrischdlichet Jahrdausends oi Gebied bezeichnede, des si als meisch offens, vo oim Gewässr durchflossens Siedlungsland vo oim dichdr bewaldede Umland abhob, wird dr «Hewen» auf d Schbrache dr Kelde, d in dem Raum bis in d Römerzeid Oifluß heddde, zurügggeführd. «Keven» hieß im Keldische Berg, womid mir undr Hewengau (Hegau) oi vo Berge dominierde fruchdbare Siedlungslandschafd z verschdehe hädden: nämlich des vo dr Aach durchflossene und den vulkanische Bergkegeln dr Hegauvulkane sowie den Höhe dr Alb umrahmde Begge weschdlich vom Bodenses. Durch d karolingische Grafschafdsverfassung, d versuchde, d Gaue zur dragende Basis dr Reichsverwaldung z mache, war au dr Hegau z oir Grafschafd gworde. Als bolidisch-rechdliche Raumoiheid den Wechselbäderet dr Geschichde ausgesedzd, verwischde si dere Grenze oirseids durch Ausdehnung dr grafschafdlichet Oiflüsse und andererseids durch d si ausdehnend Machdschbhäre benachbardr Herrschafde - so dr Grafe z Pfullendorf, dr Schdaufr (1180), schbädr dr Nellenburgr und Würddembergr (1805) und Badens. Somid isch des Selbschdverschdändnis dr «Hegauer», also dr im Hegau lebende Mensche, weni-gr vo den nadurräumlichet Gegebenheide als vo den alde bolidische Schdrukdure gbrägd. Es fälld auf, daß gerad Orde, d fernab dr Kernlandschafd um d Hegauvulkane im Nord-weschde liege, den Name «Hegau» sozsage als Zuname in dr Benennung drage, wie Heidorf im Hegau, Mahlschbüre im Hegau u.a. Des zeigd deidlich, daß dr heidig Hegau übr des so benannde Aldsiedelland vom 8. Jahrhunderds hinausgewachse isch. 

 
 
 

Gailinge (am Hochrhoi), 1991 


 

(1) Zidad von Ludwig Finkh: «Ds Herrgodds Kegelschbiel», Ravensburg 1956, S.6

 
 
 
 
 
 

Übersedzung durch den 
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Hegau: Bligg vom Hohenkrähe zom Mägdeberg 

 



 


 
 



 
 
 
 

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